Dieter Hirschberg: Tagebuch des Teufels.

04.08.2026 05:10
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Berlin, Sommer 1814. Endlich hat der bislang wenig erfolgreiche Komponist und Dichter E. T. A. Hoffmann eine feste Anstellung als beisitzender Richter im preußischen Staatsdienst erhalten. Doch kaum im Amt, wird er in einen Mordfall hineingezogen: Eine tugendhafte Baronin soll ihren als Schurken verschrienen Ehemann erstochen haben, so behaupten es zumindest mehrere Zeugen. Was zunächst nach einer klaren Sache aussieht, entwickelt sich zu einem mysteriösen Komplott, hinter dem ein geradezu teuflischer Drahtzieher zu stecken scheint - einer, der Hoffmann stets einen Schritt voraus ist, bis der Unbekannte schließlich die Maske fallen lässt.

Während er tagsüber vor Gericht ermitteln muss, ob die Baronin tatsächlich zur Mörderin wurde, arbeitet Hoffmann nachts an seinem ersten Roman, „Die Elixiere des Teufels“, der ihm endlich den ersehnten literarischen Durchbruch bringen soll. Zwischen Aktenstudium und Schreibtisch gerät er dabei selbst an eine Teufelssekte und muss erkennen, dass sich Fiktion und Wirklichkeit auf unheimliche Weise zu verweben beginnen.

„Tagebuch des Teufels“ spielt mit Motiven aus „Die Elixiere des Teufels“; mal mehr, mal weniger subtil. Auch stilistisch nähert sich der Autor Hoffmann an. Das gelingt nicht immer, aber da, wo es gelingt, wirkt es sehr stimmungsvoll.

Dieter Hirschberg (* 1949) ist Autor von Drehbüchern, Theaterstücken, Hörspielen und literarischen Krimis. „Tagebuch des Teufels“ ist der 2. Teil einer Trilogie, die E. T. A. Hoffmann als Untersuchungsrichter in mysteriöse Verbrechen verwickelt sieht.

Dieter Hirschberg:
Tagebuch des Teufels.
E.T.A. Hoffmann ermittelt weiter.
Mit einer Krimi-Analyse der ZEIT-Redktion.
Zeitverlag Gerd Bucerius 2010, 288 Seiten, ISBN 978-3-8419-0008-1


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